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Quest

The market swirls
like ocean’s foam –
The harbour bursts
to roam the blue –

Yet nothing’s real
if not dream –
And music too –
and music too!

Christina Egan © 2015Fest_des_Lebens_1970

Suche

Der Marktplatz quirlt
wie Wellenschaum –
der Hafen quillt
hinaus ins Glück –

Doch nichts ist wirklich
als der Traum –
und die Musik –
und die Musik!

Christina Egan © 2015

Very bright painting of mainly blue and red shapes on yellow.

This poem in German and English versions is dedicated to the painter Curt Echtermeyer, who for some of his work took on the pseudonym Curt Bruckner out of reverence for the composer Anton Bruckner. I hope Curt would appreciate the thought that dreams are more real than life…

Images: Das Fest des Lebens (The Feast of Life) by Curt Echtermeyer. Pastel, 1970. With thanks to Archiv Klaus Spermann.Max Ernst: Fish fight. Oil on canvas, 1917. – © Max Ernst. Distributed under FairUse at  WikiArt.

Kretische Küste

Kretische Küste

I.

Vor mir ein grünes Meer, ein roter Strand
und hinter mir die himmelhohe Wand
der Weißen Berge, mit Gesträuch schraffiert,
mit Schluchten aufgeteilt, vom Mond berührt.

Es schwindelt mich, so schroff ist es und schön…
ich möchte mitten ins Gebirge gehn,
als sei es eines Mannes Wohlgestalt
und berge sein Gemüt in jedem Spalt.

II.

Der kupferfarbne Sand wird doch zu Gold,
wo er in steiler Woge niederrollt
und sich mit jenem Brennendblau benetzt,
das kommt und nochmals kommt… und jetzt… und jetzt.

Und Disteln starren in dem dürren Strand,
die plötzlich strahlen wie von Zauberhand,
wenn erster Regen flüchtig niedersteigt
und Brautkleidblüten aus den Blättern treibt!

III.

Wo täglich Himmel sich mit Meer vermählt
und Landes Rand von anderm Strand erzählt,
wo trockne Erde wie der Tagstern loht
von silbriggold bis zu orangerot,

wo noch bei Nacht das Wasser, kaum bewegt,
den Leib in schwerelosem Zauber trägt,
bis in das sanfte Schwarz ein Schweifstern stürzt –
dort laß uns warten auf den milden Herbst.

IV.

Mit riesenhaften grünen Pranken greift
das Meer hinein in den geschützten Kreis
des kleinen Hafens, daß die Mole schäumt
und sich die bunte Schar der Boote bäumt.

Des späten Herbstes erstes Fauchen fährt
in letzte schwere Hitze wie ein Schwert.
Fünftausend Jahre aber ragt die Stadt
ins Element, gelassen, sonnensatt.

Christina Egan © 2014

Flourishes on a mural, turquoise on luminous red and yello

For more poetry and information
on Knossos 
and Chania on Crete
see my English poems
The Pattern of a Yesterday and
Golden Dell.

 

Frieze in the royal palace at Knossos, Crete.
Photograph: Harrieta171 via Wikimedia.